Alles auf Anfang

Ich schreibe seit 2010 Geschichten.

Mein erstes Buch kam 2012 und dann ging es immer weiter. Gay Romance war mein Ding.

First Love, Coming Out, Drama oder auch mal etwas direkter.

Und seit Anbeginn hatte ich nur diesen einen Wunsch: eine Verlagsautorin zu werden. Weil … naja, es muss doch so sein, oder?

Der erste Verlag war eine Pleite. Es stimmte hinten und vorne nicht und irgendwann zehn Jahre später erhielt ich meine Rechte zurück.

Der zweite Verlag war viel besser. Mehrere Bücher brachte er heraus. Noch immer Gay Romance, Gay Drama, Gay Porn … Danke für diese Zeit!

Aber ich habe mich weiterentwickelt. Ich wollte etwas anderes.

Einen Thriller, mal eine gänzlich andere Gangart.

Verlag gesucht – Verlag gefunden – Pleite im Reinformat!

Nach sechzig langen Monaten lagen die Rechte wieder bei mir. Und ich hatte die Schnauze voll.

Auch von Gay Verlag Nr. 2 bekam ich meine Buchrechte zurück, weil meine Geschichten nicht im Nirgendwo verschwinden sollten.

Alle meine Babys waren wieder bei mir.

Also: Selfpublishing!

Ich legte noch eine Schippe drauf und schrieb meinen ersten Hardcore Horror! Fuck Yes, ich war GOTT!

Sorry, Blasphemie. Aber ich durfte mal echt böse sein und es fühlte sich nicht schlecht an.

Nach der Leipziger Buchmesser 2024 hatte ich ein neues Genre entdeckt: Dark Romance.

Jaja, das böseste Genre überhaupt.

Ich kenn die Vorurteile, schenkts euch.

Ich durfte ein bisschen böse sein.

Ich durfte ein bisschen wild sein.

Ich durfte ein bisschen Romantisch sein.

Für mich die beste Kombi ever!

Und wieder dachte ich mir: Verlag.

Warum? Ich wollte einmal in meinem Leben mein Buch in der Hand halten mit einem geprägten Cover, mit Innenklappen, mit Farbschnitt. So ein Hardcore edles Teil.

Verlag gesucht – Verlag gefunden – Wenn die Sache mit dem Thriller schon das Reinformat war, was war das dann?

Verarschung hoch zehn!

Pleite!

Verlag geschlossen!

Und kurz stehst du da, denkst dir: Ja, wozu mach ich diese ganze Scheiße eigentlich?

Antwort: Für mich. Ich schreibe gern und ich mag es meine Geschichten in die Welt hinauszutragen.

Aber Memo an mich selbst: Jules, nie wieder ein Verlag!

Weil es am Ende in drei von vier Fällen immer nur leere Versprechungen waren. So genannte Profis, die einem vorgaukeln, deine eigenen Babys mit Respekt und Würde zu behandeln. Die dir weismachen wollen, dass sie sich in aller Liebe und Sorgfalt darum kümmern. Was am Ende alles dazugehört, haben sie bei diesen Versprechen scheinbar vergessen.

Egal, ich bin Selfpublisherin. Ich lerne dazu, auf so vielen Ebenen!

Und das Beste: Ihr dürft mich auf all diesen unterschiedlichen Wegen begleiten. Ist das nicht grandios?

In meiner Kindheit hing ein großes Schild an der Wand und wenn ich mit der S-Bahn nach Hause gefahren bin, habe ich es jedes Mal gelesen und noch heute erinnere ich mich an die Worte:

Sein wir realistisch – Versuchen wir das Unmögliche.

In diesem Sinne: Willkommen in meiner Welt!

Eure Jules

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